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Insel

Naturraum Wattenmeer – Wangerooge

Ebbe und Flut, die brandende Nordsee auf der einen und das ruhige Wattenmeer auf der anderen Seite. Der Aufenthalt auf Wangerooge bietet Ihnen einen unvergleichlichen Einblick in den Naturraum Wattenmeer mit seiner einmaligen Flora und Fauna.

Naturraum WattenmeerWangerooge

Das Wattenmeer der südlichen Nordsee erstreckt sich über eine Entfernung von knapp fünfhundert Kilometer zwischen Den Helder in den Niederlanden und Skallingen in Dänemark.

Der Naturraum Wattenmeer lässt sich im wesentlichen durch fünf Faktoren näher Beschreiben. Hierzu zählen die Gezeiten (Tide, Ebbe und Flut), die das Wattenmeer in regelmäßigen Abständen überfluten und trocken fallen lassen, wie auch die vorgelagerten Inseln und Strandwälle. Typisch ist auch der flach zur Nordsee geneigte, nur bis zu zehn Meter tiefe Meeresboden und die feinen Wattsedimente (Sand, Schlick). Grundsätzlich zeichnet sich der Wattenmeerraum durch ein gemäßigtes Klima mit einer besonderen Tier und Pflanzenwelt aus.

Lebensräume im Wattenmeer

Zum Wattenmeer gehören neben dem eigentlichen Watt mit seinen Prielen und Rinnen, die Salzwiesen vor den Küstendeichen und im Süden der Inseln, die Dünen und Strände und schließlich die Flussmündungen.

Das Watt ist der Teil des Wattenmeeres, der im Wechsel der Gezeiten regelmäßig überflutet wird und wieder trocken fällt. Es ist von Prielen und Rinnen durchzogen, die das Wasser aus der Nordsee heran- und wieder hinausführen.

Auf und unter der Wattoberfläche leben zahllose kleine Lebewesen. Sie nehmen aus dem Wasser und dem Boden die Nährstoffe, aber auch Schadstoffe auf, die mit der Flut herangespült werden. Selbst bilden sie wieder ein reiches Nahrungsangebot für Fische und Vögel.

Die Salzwiesen entstehen, wenn sich vor dem Deich soviel Sediment abgelagert hat, dass die Flächen nur noch unregelmäßig überflutet werden. Hier entwickelt die Natur eine hoch spezialisierte Lebensgemeinschaft zwischen Tieren und Pflanzen.

Dünen bilden vor allem an der Ost- und Nordseite der Inseln eine natürliche Barriere gegen die Unbilden des Meeres. Der herangewehte Sand wird durch schnellwachsende, tiefwurzelnde Pflanzen stabilisiert und zusammengehalten.

Wo Rhein, Weser, Ems und Elbe ins Wattenmeer münden, bildet sich Brackwasser mit besonderen Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere. Bedingt durch die wirtschaftliche Nutzung als Bundeswasserstraßen zählen die Fahrwasser von Weser, Ems, Jade und Elbe nicht zum Schutzgebiet des Nationalparks.

Wangerooge

Wangerooge ist die kleinste (4,78 km²) und östlichste (wie nördlichste) der sieben Ostfriesischen Inseln. Die autofreie Insel (zirka 1.000 Mieträder) liegt im Nationalpark „Niedersächsisches Wattenmeer“ und zählt 1.200 Einwohner, die mehrheitlich vom Tourismus leben. Auf Wangerooge finden regelmäßig zahlreiche Veranstaltungen in den Bereichen Sport, Kultur und Unterhaltung statt. Die Insel verfügt über ein Meerwasser-Freizeitbad, ein Kino und eine Squash- und Tennishalle.

Nationalpark Wattenmeer

Sie wollten schon immer einmal einen richtigen Nationalpark mit ursprünglicher Natur und wildlebenden Tieren besuchen? Im zum Nationalpark erklärten Wattenmeer, der größten zusammenhängenden Wattenlandschaft der Erde, kann Ihr Wunsch in Erfüllung gehen. Zwar finden Sie im Wattenmeer keine exotischen Tiere, dafür aber Seehunde, Ringelgänse und bunten Strandflieder. Viele der Naturschätze sind klein und leben im Verborgenen. Und alles ändert sich laufend, denn viele Vögel und Fische sind nur einen Teil des Jahres zu Gast. In der übrigen Zeit schwimmen sie in der Nordsee, brüten in der Arktis oder verbringen den Winter an Afrikas Küsten. 

Letzte Aktualisierung: 24.04.2012

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