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Umgestaltungs- und Neubaumaßnahmen am Bahnhof Wangerooge abgeschlossen

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Neue Güterhalle, überdachter Bahnsteig und ansprechend gestalteter Bahnhofsvorplatz - Perfektion in Architektur und Service

Mit Beendigung der Arbeiten erhält Wangerooge nun einen ebenso funktionellen wie ästhetischen Bahnhofskomplex, eine ausdrucksstarke Visitenkarte der Insel, die das Servicekonzept "Alle Leistungen unter einem Dach" überzeugend präsentiert.

Die Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge hat unter maßgeblicher Beteiligung des Landes Niedersachsen mit Investitionen von ca. 1 Million Euro die umfangreichen Baumaßnahmen realisiert. Wie schon bei der Restaurierung des Bahnhofsgebäudes, zeichnet das Architekturbüro Kapels aus Zetel auch für die nun fertig gestellten baulichen Veränderungen verantwortlich.

Menschen vor dem Bahnhofsgebäude Wangerooge

Bahnhofsfest am Bahnhof Wangerooge

Insgesamt wurden ca. 1.100 m² Pflaster auf dem Bahnsteig sowie dem Vorplatz erneuert. Außerdem erhielt der Bahnsteig eine schützende Überdachung, denn auch auf Wangerooge kann es schon einmal regnen. Das 78 m lange Bahnsteigdach wurde aus einer Stahlkonstruktion, in der 26 Tonnen Stahl verarbeitet wurden, mit einem großflächigen Glasanteil in der Dacheindeckung erstellt.

Der einladend gestaltete Bahnhofsvorplatz lädt die Gäste zum Verweilen und Wiederkommen ein. Die gesamte Außenmöblierung mit Sitzbänken, Fahrradständern und Stellflächen für die inseltypischen Handkarren wurde neu installiert. Zusätzlich erleichtert ein neues Wegeleitsystem die Orientierung der Inselbesucher.

Optimale Bedingungen für die Versorgung der rund 1.200 Insulaner und der immer willkommenen Urlauber auf Wangerooge bietet die neue, hochmoderne Güterhalle.

Containertragwagen beladen mit drei roten Containern vor Güterhalle

Die neue Güterhalle

Die ca. 1.000 m² große Stahlbeton-Stützen-Konstruktion mit Holz-Leimbinder-Trägern hat eine freie Spannweite von ca. 15 m. Zusätzlich wurde eine Freilagerfläche von ca. 240 m² geschaffen. Nahezu alle Güter werden mit dem Schiff und der letzten Meterspurbahn im Streckennetz der Deutschen Bahn, die der unternehmerischen Regie der DB AutoZug GmbH unterliegt, auf die Insel transportiert.

Der Bahnhof der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge ist seit seiner Errichtung im Jahre 1906 der Dreh- und Angelpunkt auch für den gesamten Gästeverkehr auf der autofreien Insel. Im vergangenen Jahr wurde der restaurierte Jugendstilbahnhof feierlich der Öffentlichkeit präsentiert. Der historische Teil der Fassade, mit der freundlichen Aufforderung "Kehre wieder" war wiederhergestellt und die Gebäudestruktur im Inneren maßgeblich verbessert worden. Zusätzlich wurden behindertengerechte Sanitäreinrichtungen und ein Wickelraum geschaffen.

Der Niederlassungsleiter der Schifffahrt und Inselbahn Wangerooge, Alfred Onken, ist zu Recht stolz auf die gelungene Umgestaltung. Mit dem Stichtag der Einweihung der neuen Anlagen am 2. Juli 2004 setzt er die Signale für den Bahnhof Wangerooge auf "freie Fahrt".

Seit im Mai 1804 auf Wangerooge durch eine Bekanntmachung der Fürstlichen Kammer in Jever die erste offizielle Badesaison eröffnet wurde, lockt das ostfriesische Seebad jedes Jahr mehr Besucher. In diesem Jahr feiert Wangerooge, eines der ältesten deutschen Seebäder, sein 200jähriges Jubiläum. Mittlerweile sind es rund 200.000 Reisende pro Jahr, die den Ort vom Anleger am Westende aus mit der Schmalspurbahn erreichen. Mit Tempo 20 geht es durch die Salzwiesen, einer Schutzzone im Wattenmeer, zu der jeglicher Zutritt ansonsten untersagt ist, bis zum Bahnhof Wangerooge, die schöne Visitenkarte der Insel.

Letzte Aktualisierung: 25.05.2009

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